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In der Unruhe liegt die Kraft

Farbe zerlaufen als Ausdruck von innerer Unruhe als Entrepreneur und Unternehmer

In der Unruhe liegt die Kraft

„Atme durch die Augäpfel ein und durch den Ellenbogen wieder aus.“. Diesen Satz sagte einst ein Meditationslehrer zu mir. Ich war auf der Suche nach innerer Ruhe, aber schneller wieder aus dem Kurs, als er durch seinen Ellenbogen wieder ausatmen konnte. Heute weiß ich: Diese Art von Entspannung mit geführten Augäpfel-Einatmern ist einfach nicht mein Ding. 

Der Raum als Spiegel

Aber wie wird man innerlich ruhiger, wenn die gängigen Methoden nichts für einen sind? Wenn Alternativen fehlen, wenn man nur den Weg auf der Überholspur kennt? Gerade als kreativer Tausendsassa mit schnellem Kopf, braucht es häufig andere Kanäle, um die innere Unruhe zu beenden. Und Klarheit im Kopf zu finden, Kreativität freizulegen. Ein Meditationskissen in seine Räume zu integrieren, hilft eben nur bedingt, um den Dauerlauf im Kopf zu beenden. Auch ein gut gemeintes: „Entspann doch mal“, ist nicht die Lösung, die kreative Chaosköpfe in bestimmten Momenten brauchen. Denn sie sind anders gepolt.

Duracell-Häschen auf Ecstasy

Abzuhängen und stundenlang zu chillen ist nicht jedermanns Sache. Ich persönlich werde lethargisch im Kopf. Ein Überschuss an Energie ist wie ein wildgewordenes Duracell-Häschen auf Ecstasy. Lenkst am sie jedoch in die richtigen Bahnen, verwandelt sich Unruhe in Klarheit und Rastlosigkeit in Kreativität.
Dazu braucht es dies:

Raum zu Gestalten
Einen kreativen Space, der nicht einfach nur seinen Zweck erfüllt, wie zum Beispiel ein nüchternes Arbeitszimmer mit einem Schreibtisch. Sondern einer, der diverse Möglichkeiten bietet, sich kreativ zu entfalten. Ein Raum, der auch visuell stimuliert, lange bevor man losgelegt. Der Synapsen im Gehirn aktiviert, die mit der Kreativität kommunizieren und der Leidenschaften weckt. Dabei ist es ganz egal, ob dieser Ort im eigenen Zuhause, der Agentur, im Atelier, Hotel oder Office zu finden sind.

Aber Achtung: Das Auge isst immer mit. Ästhetik ist Teil des Konzepts. Sie legt weitere Kräfte frei und aktiviert alle Sinne. Und die brauchst man, damit sich die Unruhe in kreative Superkraft verwandelt. Dafür gibt es einen einfachen Trick: Utensilien, Instrumente, Farben oder Materialien müssen sofort greifbar sein.

Wer erst lange sucht,
verpasst den Spark.

Was für viele chaotisch erscheint, ist für kreative Köpfe ein Schlaraffenland. Sie drehen erst richtig auf, wenn umgeräumt wird und lieben Veränderungen. Ihre Räume sind ein kreatives Feld voller Möglichkeiten. 

Ich finde Klarheit und Ruhe im Gestalten mit meinen Händen. Dieses Gefühl kann kein Rechner ersetzen. Ich muss immer wieder umräumen, in der Erde buddeln, Holz schnitzen, Ton bearbeiten, Kissen tauschen oder zum achthundertsten Mal Vasen anders anordnen. Diese aktive und fokussierte Gestaltungszeit bringt nicht nur Ruhe in meinen Kopf, sie hebt auch meine Stimmung und setzt weitere Kreativität frei. Das schafft kein Meditationskissen dieser Welt.

Diese gewonnene Kreativität nutze ich dann im Anschluss für komplexe Businessstrategien oder in der Zusammenarbeit mit anderen Visionären. Denn als Gestalter reicht es nie, nur eine Dimension zu betrachten. Von außen nach innen. Oder von innen nach außen.

Perspektivwechsel

In diesem Artikel geht es um den äußeren, räumlichen Blickwinkel auf die Unruhe. Doch das ist nur die eine Seite der Medaille: Die innere, mentale Perspektive auf die Unruhe gibt es in der Podcastfolge: „Innere Unruhe„. Darin geht es darum, was kreative Menschen häufig brauchen, um die eigene Nervosität zu beenden.