Mach mal langsam

26. April 2022

Haben wir Angst davor etwas zu verpassen, hetzen wir häufig wild durchs Leben. Darunter leiden nicht nur unsere Qualitäten als Vorbild oder die eigene Präsenz und Gelassenheit, sondern auch Mitmenschen. In dieser Folge gibt es nicht nur eine Übung um die Wahrnehmung zu schulen, sondern auch eine Anleitung für mehr Achtsamkeit im Alltag. Und eine Frage, die zum Nachdenken anregt …
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Langsamer werden

Fear of missing out – kurz Fomo – ist die Angst, etwas zu verpassen. Sie füllt unsere To-Do-Listen in rasender Geschwindigkeit und hinterlässt nicht selten einen faden Beigeschmack. Wem oder was hecheln wir eigentlich hinterher? Und warum haben wir so viele Schwierigkeiten damit, einfach mal nichts zu tun – ohne dass das schlechte Gewissen um die Ecke kommt?

Fomo entsteht aus einem Gefühl des Mangels heraus. Haben wir diese Angst zu unserer Identität gemacht und sind im Hustle-Modus gefangen, fühlt sich unser Leben nicht nur häufig fremdbestimmt oder anstrengend an. Wir sind auch permanent innerlich gestresst – wie ein Druckkochtopf kurz vorm Platzen. Nicht selten übertragen wir unseren Druck unbewusst auch auf Kollegen oder Mitmenschen. Oder stellen zu hohe Erwartungen an andere und sind am Ende enttäuscht, wenn diese sich nicht erfüllen. Doch die eigene Ungeduld oder Strenge, ist wie ein Schutzmantel, den wir umgelegt haben, um zu vermeiden, mit unseren eigenen Gefühlen konfrontiert zu werden. Kurzum: Wir übernehmen die Kontrolle und Verantwortung für andere und erziehen damit Mitmenschen zur Passivität und zum Nicht-Mitdenken.

Harmonie, Harmonie, Harmonie

Die Kehrseite dieser Medaille ist eine Überangepasstheit. Menschen, die unter Fomo leiden, tun oft alles dafür, um nicht aufzufallen, anzuecken oder Disharmonien zu schaffen. Oft paart sich diese Angepasstheit mit dem Unvermögen, über die eigenen Gefühle zu sprechen. Dann wird der Hustle-Modus zur inneren Ausrede, sich nicht mit den dahinter liegenden Gefühlen auseinandersetzen zu müssen. Wie ein Aal wird sich „drumherumgeaalt“, außerdem habe man ja keine Zeit für zu viele Emotionen.

Egal wie wir uns verhalten, wir sind immer ein Vorbild für andere. Es liegt in unserer Hand, die Weichen neu zu stellen. Oder so weiter zu machen wie bisher – dann aber auch in Kauf zu nehmen, dass nicht nur unsere Beziehungen darunter leiden, sondern mittelfristig auch unser eigenes Wohlbefinden, die eigene Vitalität und der Grad an Zufriedenheit. Schön ist: Es ist nie zu spät, eine radikale Eigenverantwortung zu übernehmen. Und damit deinen persönlichen Brand-New-Day-Moment zu kreieren, also den Moment, der deine Qualität als Rollenvorbild massiv nach vorne bringt. Der dir Beziehungen auf Augenhöhe beschert oder die eigene Integrität zurückgibt. Denn wir alle kennen den Spruch:

So wie es in den Wald hineinruft,

schallt es hinaus.

Es kommt also immer auf die richtige Haltung im Leben an und auf den Grad an achtsamen Bewusstsein über das eigene Handeln. Und das erreichst du nicht, wenn du getrieben durchs Leben hetzt. It’s up to you.

Die neue Podcastfolge habe ich passenderweise im Wald aufgenommen. In dieser Folge erfährst du:

  • Warum der innere Antrieb wichtig für dein Wohlbefinden ist.
  • Was du für innere Gelassenheit tun kannst.
  • Was dein wertvollstes Gut im Leben ist.
  • Welches Verhalten du anderen oft unbewusst aufzwängst.
  • Eine Frage die zum Nachdenken anregt.
  • Eine simple Tätigkeit, um deine Sinne zu schulen.

 

Shownotes
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